04.05.2010 14:33

Bosch Österreich

Deutliche Erholung erwartet

Aufatmen in der Bosch Gruppe Österreich: Das Unternehmen ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet und rechnet mit einem Aufholen des Umsatzverlustes von 2009. Kräftig investiert wird weiter in F&E und Ausbildung.

Karl Strobel
© Bosch Österreich

Karl Strobel, Alleinvorstand der Bosch-Gruppe Österreich: „Wir haben wir für unser Unternehmen die Strategie „Fahren auf Sicht“ definiert.“

 

„Wir haben 2009 die Budgets in allen Geschäftsfeldern gekürzt – mit Ausnahme von Forschung und Entwicklung sowie in der Ausbildung“, setzte Karl Strobel, Alleinvorstand der Bosch-Gruppe Österreich, im Rahmen der Bilanzpressekonferenz im Wiener Museumsquartier ein deutliches Statement. Strobel gab sich vorsichtig optimistisch, dass der leichte Aufwärtstrend im heurigen Jahr auch langfristig wirksam wird. „Im März 2009 war der Tiefpunkt im Geschäft erreicht“, sagte Strobel. „Die Aufträge sind eingebrochen. Niemand wusste, wo die Fahrt hingeht. Daher haben wir für unser Unternehmen die Strategie „Fahren auf Sicht“ definiert.“

Insgesamt sank der Umsatz der Bosch-Gruppe um 18 Prozent auf 811 Millionen Euro. Besonders die Bereiche Kraftfahrzeugtechnik und Industrietechnik brachen deutlich ein, während sich die Bereiche Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik weitgehend stabil entwickelten.

Drei Schwerpunkte.

„Wesentliche Aufgabe war es daher, die Liquidität des Unternehmens zu sichern um das Unternehmen auf die Zeit nach der Krise vorzubereiten“, führte Strobel weiter aus. „Die Schwerpunkte lauten: Innovationskraft erhalten, fokussierte Diversifikation sowie forcierte Internationalisierung.“

In der Ausbildung setzt Bosch auf Zuwachs: Nicht nur die Lehrlingswerkstätte im Werk Hallein wurde deutlich erweitert. Mit 152 Lehrlingen werden in der Bosch-Gruppe um 30 mehr ausgebildet, als im Vorjahr. Der F&E-Aufwand blieb mit 72,1 Millionen gegenüber 2008 stabil. „Wir haben in diesem Bereich von unseren 470 Mitarbeitern keinen einzigen entlassen“, so Strobel. Energie und Ressourcen schonende Technologien gehören zu den Schwerpunkten der Forschung. 

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