07.08.2012 10:25
Dessoutter
"KoALa" verhindert Montagefehler
Die neue Schraubstrategie "KoALa" von Dessoutter dient als Kopfauflageerkennung, verhindert Montagefehler und damit Nacharbeit. Gleichzeitig steigert sie Qualität und Prozesssicherheit im Leuchtenbau.
Ergonomischer Montagearbeitsplatz bei Hella in Lippstadt: Ein Lineararm macht das Schraubwerkzeug gewichtslos und erleichtert das Führen des leisen und vibrationsarmen ERDL-Schraubers.
"Das KoALa-Verfahren eignet sich hervorragend für die Montage selbstfurchender und selbstschneidender Schrauben und erhöht die Prozesssicherheit“, sagt Betriebsingenieur Friedhelm Bielemeier.
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Der Lichttechnik-Spezialist Hella in Lippstadt montiert hochwertige LED-Leuchten mit der intelligenten Schraubstrategie "KoALa“ von Desoutter. Diese erkennt die Kopfauflage von Schrauben und kompensiert beim Eindrehen schwankende Reibwerte, die etwa durch Maßtoleranzen der Bauteile entstehen. Hella vermeidet damit die mechanische Vorbearbeitung der Werkstücke, verhindert Montagefehler bei selbstfurchenden Schrauben und spart sich Nacharbeit.
Montage-"Abarten".
Die 15 Modelle der Leuchtenserie Eco StreetLine von Hella umfassen 152 unterschiedliche Varianten, im Hella-Jargon "Abarten“ genannt. "Alle Typen stellen andere Anforderungen an die Montage“, sagt Bielemeier. Um die umfangreiche Modellpalette dennoch mit möglichst wenigen Montagewerkzeugen prozesssicher und flexibel herstellen zu können, wandte sich Hella an die Desoutter GmbH in Maintal. Die liefert bereits seit vielen Jahren maßgeschneiderte Schraublösungen nach Lippstadt – beziehungsweise entwickelt sie gemeinsam mit Hella nach deren Bedürfnissen.
Kopfauflage-Erkennung.
Die Maintaler verstanden, dass mit der herkömmlichen Steuerung über das Drehmoment oder den Drehwinkel den Toleranzen in den Bauteilen und daraus resultierenden, stark schwankenden Reib- oder Furchkräften kaum beizukommen war. Ihre Aufgabe lösten die Desoutter-Montageexperten mit ihrer neuen Schraubstrategie namens KoALa. Das Kürzel steht für "Kopfauflage-Erkennung“ der Schraube.
Um die Schrauben zuverlässig zur Kopfauflage zu bringen, ermittelt und kompensiert diese Vorgehensweise wechselnde Reibwerte und Eindrehwiderstände bereits beim Fügen: Herzstück des Systems ist die mit den Kopfauflagen-Erkennungsparametern programmierte CVIL-Steuerung.
CVIL-Steuerungen.
Das KoALa-Programm analysiert während jedes einzelnen Montagevorgangs die Schraubkurve und findet über einen mathematischen Algorithmus haargenau den Moment der Kopfauflage, heißt es bei Desoutter. Ab diesem Zeitpunkt werde die Schraube je nach den Erfordernissen um einen bestimmten Drehwinkel weitergedreht oder auf ein definiertes Drehmoment angezogen. Zudem ermöglichen die CVIL-Steuerungen eine umfassende Dokumentation der Montagedaten mit denkbar geringem Aufwand. "Die Handhabung ist ganz einfach, und die Akzeptanz der Mitarbeiter für das neue Verfahren war vom Start weg hoch“, beschreibt Bielemeier den reibungslosen Wechsel weg von der rein auf Drehmomentwerte basierten Produktion.
Wiederholbare Verschraubungen.
Ein Vorteil des KoALa-Verfahrens liegt in seiner guten Eignung für Verbundmaterialien und Kombinationen von Bauteilen aus unterschiedlichen Werkstoffen. Dass sich hierbei konstante und wiederholbare Verschraubungen erzielen lassen, bestätigen die Einsatzerfahrungen von Hella: „Die Klemmkraft wird präziser eingebracht, und die Montageergebnisse sind mit dieser Technik einfach besser“, meint Bielemeier.












