21.02.2011 14:55

ENGEL Austria

Leichtbau-Technologiezelle für TU Chemnitz

Der Lehrstuhl Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung der TU Chemnitz geht neue Wege bei der Kombination von Verfahrenstechnologien für die Herstellung von Faserverbund-Strukturbauteilen. ENGEL Austria lieferte dafür eine komplette Fertigungszelle.

Engel-Leichtbauzelle TU Chemnitz
© Engel Austria

Im Zentrum der neuen Fertigungszelle steht eine Spritzgießmaschine vom Typ ENGEL insert 1800 H/500 L/400/90 sowie ein Knickarmroboter

Engel-Leichtbauzelle TU Chemnitz
© Engel Austria

Anlässlich der Einweihung der neuen Leichtbau-Fertigungszelle waren auch Vertreter aus dem Automobilbau interessierte Gäste

 

Der Einsatz von thermoplastischen Faserverbundhalbzeugen, zum Beispiel Organoblechen, gewinnt im Automobil-Leichtbau zunehmend an Bedeutung. Ziel aktueller Forschungsarbeit ist die Entwicklung von Verfahren, die eine wirtschaftliche Verarbeitung dieser noch jungen Materialklasse ermöglichen, um sie damit fit für die Großserie zu machen. Nachdem ENGEL auf der K-Messe im vergangenen Oktober mit seiner ENGEL organomelt-Technologie bereits eine erste Systemlösung für die wirtschaftliche Fertigung vorstellte, nimmt nun auch die TU Chemnitz mit der Investition in die neue Leichtbau-Technologiezelle diese Herausforderung an. 

Gemeinsam mit Partnern aus den Branchen Maschinen- und Anlagenbau sowie der Automobil- und Luftfahrtindustrie wollen die Wissenschaftler basierend auf bereits vorhandenen Erkenntnissen neue Fertigungsprozesse für thermoplastische Faserverbund- aber auch Hybridbauteile erarbeiten. ENGEL wird als Projektpartner mit der TU Chemnitz zusammenarbeiten.

Einzigartige Kombination.

Im Zentrum der neuen Fertigungszelle steht eine Spritzgießmaschine vom Typ ENGEL insert 1800 H/500 L/400/90 sowie ein Knickarmroboter, der von ENGEL in die Anlage integriert wurde. Die Fertigungszelle zeichnet sich durch eine bisher einzigartige Kombination von Vorform- und Spritzgießmodul aus. Das Vorformmodul ist als zusätzliche Schließeinheit über dem Drehteller der Vertikal-Spritzgießmaschinen platziert. Es bringt die Faserhalbzeuge vor dem Hinterspritzen in die gewünschte Form. 

„Die Anlage erlaubt die Umsetzung von geschlossenen und energieeffizienten Prozessketten für die seriennahe Herstellung von faserverstärkten Strukturbauteilen“, freut sich Lehrstuhlinhaber Lothar Kroll über die neuen Möglichkeiten. Mit der Anlage lassen sich diverse Verfahrenskombinationen abbilden, wie Spritzprägen, Zwei-Komponenten-Spritzguss und Mikrostrukturschäumen. Dabei bildet der Mehrachsroboter die Schnittstelle für zukünftige Automatisierungslösungen.

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