26.03.2012 05:44

Erfindungen

Daniel Düsentriebs Erben

Das Genie aus Entenhausen bekommt Konkurrenz: Wie HTL-Schüler mit ihren Diplomarbeiten die Welt verändern.

Blob, 3d, Kinect
© Blob-IT

Mit der Technik der XBox 360 Kamera "Kinect" machen Florian Spreitzer und Co 3D-Abbildungen von Objekten.

Unilock
© Josef Dunst

Unilock - der revolutionäre Kranaufsatz von Josef Dunst und Christian Pichler ist bereits mehrfach verkauft.

 

3D für Jedermann

Die Kamera „Kinect“ für die XBox 360 bringt mehr als nur Spielspaß, Florian Spreitzer, Simon Schrems und Peter Millauer nutzen die Technologie für ihre Maturadiplomarbeit an der HTL Rennweg. Mit ihrem Projekt Blob3D machen sie es jedem, der eine Kinect und einen Computer hat, möglich, selbst 3D-Abbildungen zu erstellen. „Die Kinect besteht aus zwei Kameras, die jeweils Farben oder Tiefen erkennen“, erklärt Peter Millauer. „Die gewonnen Informationen werden in das 3D Open-Source Programm Blender importiert.“ Damit sind sie sogar die ersten, die so einen einfachen wie userfreundliche Umsetzung von 3D-Darstellungen möglich machen. „Theoretisch könnte man Blob3D auch in der Industrie anwenden“, sagt Millauer. „Man müsste das Produkt oder Objekt nur auf eine rotierend Plattform bringen um es einzuscannen.“

http://on.fb.me/y0en2m

 

Unauffällige Langfingerfalle

Keine Chance den Dieben! Zumindest wenn es nach David Wimleitner und Thomas Sitter geht. Die Schüler der HTL Leonding bauten eine Alarmanlage, die einem Handy zum Verwechseln ähnlich sieht und dabei mit rund 150 Euro Kosten auch für kleine Unternehmen leistbar ist. Ein eingebauter Infrarotbewegungsdetektor schlägt bei Bewegung sofort bei der Polizei Alarm. Dabei erkennt der Sensor ob ein Mensch an ihm vorbeigelaufen ist, oder ob aus Versehen nur ein kleiner Gegenstand umgefallen ist. Ein eingebauter Lautsprecher macht die Alarmanlage zum Babyphon für Diebe – die Polizei kann mithören, was gesprochen wird und passiert.

Hier gibt’s das Video zur Erfindung: http://bit.ly/yoJuVm

 

Universeller Kranaufsatz

Im Einsatz und EU-weit patentiert ist die fast schon revolutionäre Maturaarbeit von Josef Dunst und Christian Pichler. Bisher konnte ein auf einem Lastwagen aufgebauter Ladekran nur für eben diesen verwendet werden. Das ist nicht nur umständlich sondern auch teuer, doch für ihre Diplomarbeit haben die beiden Schüler in nur einem Jahr eine flexibel anpassbare Krankonsole entwickelt, die auf jeden unterschiedlichen Laster passt und die Anforderungen für den Straßenverkehr erfüllt. „ Jeder von uns hat 400 bis 500 Arbeitsstunden in das Projekt gesteckt“, sagt Christian Pichler. „Die Konsole wird auf den LKW gesetzt, sie wird auf die richtige Größe angepasst und verriegelt sich hydraulisch.“

So ist der Wechsel eines Ladekrans in zwei Minuten möglich, anstatt bisher 20 Minuten. Mit ihrer Erfindung gewannen den Jugend Innovativ Wettbewerb und durften ihre Erfindung sogar auf der ISEF, der „Intel International Science and Engineering Fair 2011“ vorstellen. „Bisher haben wir sieben Stück verkauft, jetzt laufen die Verhandlungen mit Herstellern“, sagt Pichler.

Das Video zur Krankonsole: http://bit.ly/x3SdWt

 

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