18.06.2012 13:07

FH OÖ

Studentin optimiert Flugmotoren

Welser Maschinenbau-Absolventin Stefanie Steininger liefert wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung von Flugmotoren.

Steininger
© FH OÖ Campus Wels

Stefanie Steininger (li) liefert wertvolle Erkenntnisse zur Optimierung von Flugzeugmotoren. Im Bild mit FH-Professor Wolfgang Steiner.

 

Die Welser Maschinenbau-Absolventin Stefanie Steininger hat sich in ihrer Masterarbeit mit dem Schwingungsverhalten von Flugmotoren beschäftigt. Dabei wurden die Komponenten Flugmotor – bestehend aus Motorblock, Kurbeltrieb, Starter, Getriebe und Kupplung – sowie dem Propeller exakt und optimal mittels einer Simulationsmethode aufeinander abgestimmt. Die aus Steyregg stammende Technikerin hat in ihrer Abschlussarbeit mit Hilfe von mathematischen Modellen die Schwingungsverhältnisse eines BRP Powertrain – ROTAX Flugmotors analysiert und optimiert.

Am Prüfstand.

Die Abstimmung der einzelnen Komponenten eines Flugmotors erfolgte bisher mittels Hardware am Prüfstand. Neue Simulationsmethoden ermöglichen es, diese Abstimmung bereits in einer sehr frühen Phase des Entwicklungsprozesses virtuell – ohne Hardware – durchzuführen.

Dabei wird in einer Simulation die komplette Motor-Getriebe-Einheit mit Hilfe von mathematischen Gleichungen beschrieben. Stefanie Steiniger hat in ihrer Masterarbeit diese Methoden zur Analyse und Optimierung eines Flugmotors erfolgreich angewandt. Anhand eines virtuellen Computermodells konnten somit wichtige Schlussfolgerungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des ROTAX Flugmotors gezogen werden.

Mathematische Mehrkörpersimulation.

"Nach einer umfangreichen Literaturstudie habe ich in meiner Masterarbeit das Hauptaugenmerk auf eine sogenannte realitätsnahe mathematische Mehrkörpersimulation des gesamten Flugmotors gelegt. Mit Hilfe dieses Gesamtmodells können die Einzelteile genau aufeinander abgestimmt und der Motor optimiert werden“, erklärt Steininger. Weiters hat die Maschinenbauerin den Einsatz einer alternativen Gelenkscheibenkupplung analysiert. Sie konnte mit den Simulationsergebnissen belegen, daß das Start- und Hochlaufverhalten des Flugmotors damit verbessert werden kann.

Einstieg hart.

Die 26-jährige Stefanie Steininger hat vor ihrem Maschinenbau-Studium die HLW Aubrunnerweg in Linz erfolgreich absolviert. "Ich wollte immer schon etwas im technischen Bereich machen, hab mich aber erst bei der Studienwahl getraut, tatsächlich diesen Weg einzuschlagen“, berichtet die Technikerin. "Die Einstiegsphase in das Maschinenbaustudium war zwar anstrengend, aber schaffbar. Man muß das nötige Interesse mitbringen.“ Die frisch gebackene Diplomingenieurin arbeitet nun in der Innovationsabteilung der Firma Ebner Industrieofenbau.

 
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