06.09.2010 11:14
Motorex
Die grüne Revolution
Mitarbeiter an der Werkzeug-Maschine können ein- und aufatmen: Bioaktive Edelmetalle statt chemischer Keulen schützen vor Bakterien im Öl.
Im neuen Kühlschmierstoff von Motorex sorgen bioaktive Edelmetalle, dass dem Bakterien-Wachstum in der Bearbeitungs-Flüssigkeit Einhalt geboten wird
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Ab sofort sind keine problematischen chemischen Keulen, wie Bor, Amine, Bakterizide, Fungizide etc. mehr im neuen Schmierstoff von Motorex enthalten, sondern bioaktive Edelmetalle, die dem Bakterien-Wachstum in der Bearbeitungs-Flüssigkeit Einhalt gebieten. Dabei lautete das Pflichtenheft für die Chemiker und Ingenieure eigentlich ganz anders. Für die Entwicklung eines biologisch rasch abbaubaren Hydrauliköls sollten der Formulierung kleinste Farbkügelchen (luminiszierende Polymer-Beads) beigegeben werden. Im Brainstorming mit externen Spezialisten wurden plötzlich nicht nur Farbpigmente, sondern auch eine Palette anderer Substanzen in Kügelchen versteckt. So auch aktive Edelmetalle, die wie kleine „Untersee-Boote“ in der Bearbeitungsflüssigkeit von Werkzeug-Maschinen mitschwimmen können. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Edelmetall-Ionen eine radikal beseitigende Wirkung auf unerwünschte Bakterien und Pilze haben – so auch in ölhaltigen Bearbeitungs-Emulsionen. Und Ende 2005 hatte Peter Regenass-Bucher die entscheidende Idee des flüssigen PacMan oder Motorex BacCrack. Die Erfindung konnte patentiert und der Produktenamen geschützt werden.
Rück-Blick.
1980 wurde von Namco in Japan der PacMan geboren. Bis zur Marktreife von Motorex Tresor PMC vergingen 30 Jahre, aber es mussten doch einige knifflige Hürden überwunden werden. Wie können Edelmetall-Ionen in einer Oel-Wasser-Emulsion dispergiert werden, so dass sich die Beads nicht einfach zu Klumpen vereinigen und am Boden absetzen? Wie kann verhindert werden, dass die Kügelchen auf die Metallspäne der Bearbeitung reagieren? Wie pirschen Edelmetall-Jäger mobile Bakterien an? Diese und viele andere Fragen bereiteten den Motorex-Chemikern einige schlaflose Nächte. Weder ein Dialyse-System in einem separaten Kreislauf noch spezielle Filterkerzen führten zum Erfolg. Erst die richtige Grösse der Edelmetall-Kügelchen führte zum Durchbruch.
Revolutionäre Technologie.
Eine polymere Kunststoff-Matrix nimmt die aktivierten Edelmetalle auf und bildet die Grundlage des neuartigen, hocheffizienten, antibiotischen Katalysators. Kleine Teile im Mikro-Bereich dieses Kunststoffs schwimmen im Kühlschmiermittel mit. Treffen PMC-Oberflächen unterwegs auf Bakterien, werden diese beim Kontakt mit der bakteriellen Zellmembran kurzerhand katalytisch vernichtet. Eine unerwünschte Bakterien-Population kann gar nicht erst entstehen. Da Edelmetall edel bleibt, verliert der Katalysator – wie im Auto – seine Wirkung nicht und die Standzeit der Maschinen-Füllung verlängert sich wesentlich. Kunden und Fachleute äußern sich weltweit positiv über lang anhaltende, starke Zerspanungs-Performance und Longlife-Stabilität.
Grüne Höchstleistung.
Die für Motorex Tresor PMC entwickelte, patentierte Technologie ist nicht nur revolutionär und einzigartig, sondern sie wird wegweisend sein für die künftige Entwicklung der Kühlschmierstoffe. Mit dem Ersatz der chemischen Keulen zur Bakterienkontrolle ist ein großer Schritt Richtung Zukunft gelungen. Ein wichtiges Problem- und Gefahrenpotential für Mensch und Umwelt könnte sich so nachhaltig beseitigen lassen. Da die neue Technologie die Zerspanungsleistung nicht beeinflusst, „arbeitet“ der Kühlschmierstoff auf absolut höchstem Niveau und kann mit der Höchstleistung der Motorex Swisscool-Familie problemlos gleichziehen.












