15.06.2012 11:17

O&S

Die Oberfläche 2012

Zum ersten Mal wurde auf der Stuttgarter Fachmesse für Oberflächen und Schichten (O&S) der Oberflächentechnik-Preis verliehen.

Gold geht an die Karl Wörwag
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"DIE OBERFLÄCHE 2012" in Gold geht an die Karl Wörwag GmbH, Stuttgart. Den Preis nimmt Helge Warta, Leiter Folientechnik, entgegen.

Preis   Die OBERFLÄCHE 2012
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Preis "Die OBERFLÄCHE 2012".

Gewinner des ersten Stuttgarter Oberflächentechnikpreises
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Gewinner des ersten Stuttgarter Oberflächentechnikpreises "Die OBERFLÄCHE 2012" (v.l.n.r.): Jurymitglied Martin Riester, VDMA; Thorsten Adebahr, Worlée-Chemie GmbH; Peter Moritz, Helge Warta, Manfred Linder, Karl Wörwag GmbH; Udo Langner; Holzapfel Metallveredelung; Holger Weidmann, Krautzberger GmbH.

 

Die Gewinner des ersten Wettbewerbs "Die OBERFLÄCHE 2012" stehen fest. Sie wurden auf der internationalen Fachmesse für Oberflächen und Schichten O&S in Stuttgart für ihre zukunftsweisenden Innovationen aus verschiedenen Disziplinen der Oberflächentechnik ausgezeichnet.

Gold, Silber und Bronze.

Die "OBERFLÄCHE 2012" in Gold erhält die Stuttgarter Firma Karl Wörwag. Sie wird für einen Transferlack ausgezeichnet, der den Lackierprozess revolutioniert. Silber geht an die Firma Holzapfel Metallveredelung aus Sinn. Ihr prämiertes Projekt ermöglicht ein Verfahren, mit dem sich bei Konstruktionswerkstoffen aus Sintermaterialien Poren versiegeln und zugleich galvanisch beschichten lassen. Dem Konsortium Krautzberger, Worlée-Chemie und Caparol Industrial Solutions verleiht die Jury Bronze. Der dritte Preis würdigt eine Spritzanlage zum Versprühen von spritzbaren Wärmedämmstoffen.

Lackaufbau wie eine Klebfolie.

Bisher werden Lacke aufwändigst etwa auf Kotflügel oder Motorhauben von Karossen flächig aufgetragen, damit sie den hohen funktionalen und ästhetischen Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie genügen. Klassische Lackierprozesse sind außerdem durch den entstehenden Overspray, z.B. bei Anbauteilen im Bereich der Dachreling oder von Blenden, wenig effizient. Den Preisträgern der Karl Wörwag GmbH & Co.KG ist es mit ihrer Bewerbung "Transferlack zur Herstellung von Class A Oberflächen" gelungen, den kompletten und komplexen Mehrschicht-Lackaufbau als freien Film herzustellen, um diesen "von der Rolle" direkt auf geeignete Bauteile zu übertragen.

Sinterwerkstoffe versiegeln.

Hochleistungskonstruktionswerkstoffe sind im tatsächlichen Sinn Enabler für viele Anwendungen in allen Arten von Produkten. Ihr Manko: solche Werkstoffe sind porös, korrodieren leicht und verschleißen schnell, weshalb ihre Oberfläche geschützt werden muss. Dazu kommen häufig galvanische Verfahren zum Einsatz. Eine besondere Rolle bei modernen Konstruktionswerkstoffen kommt den Sintermaterialien zu. Einerseits können damit Werkstoffe hergestellt werden, wie es mit klassischen metallurgischen Verfahren nicht möglich ist.

Andererseits liegt in der natürlichen Porosität der Sinterwerkstoffe und speziell deren Korngrenzen mit oftmals sehr unedlem Charakters ihr Dilemma: Die daraus resultierenden Einschlüsse von Vorbehandlungs- und Aktivelektrolyten bei der galvanischen Beschichtung führen regelmäßig genau zu dem, was durch die Beschichtung verhindert werden soll - Ausfällen im Feld. Die Holzapfel Metallveredelung hat in ihrer Einreichung „Sinter Surface Solutions“ ein Verfahren dargestellt, mit dem sich bei Konstruktionswerkstoffen aus Sintermaterialien Poren versiegeln und zugleich auch galvanisch beschichten lassen. Für diese Entwicklung wird ihr die  "OBERFLÄCHE 2012“ in Silber verliehen.

Wärmedämmstoffe via Spritzanlage.

Ein wesentlicher Schlüssel hin zur Energiewende ist das Einsparen von Energie. Dem Dämmen sowohl von Investitionsgütern als auch von Bauten kommt dabei eine wesentliche Rolle zu, besonders wenn dies nachträglich ausgeführt werden soll. Innovative Dämmstoffe helfen, den CO2-Ausstoß zu senken und Kosten für Brennstoffe zu sparen. Sie verbinden dadurch in idealer Weise Ökonomie mit Ökologie. Solche Dämmstoffe werden heute nicht mehr nur wie aus dem Baumarkt bekannt in Form von Plattenmaterial an die Wände gebracht, einige Systeme sind eindeutig der Oberflächentechnik zuzuordnen. 

Besonders bei Hochtechnologiebeschichtungen kommt es auf die exakte Abstimmung des Systems aus Anlage und Beschichtungsmaterial, hier der Dämmstoff, an. Für die bestmögliche Ausnutzung aller Technologie-Potenziale müssen alle Komponenten eines solchen Systems aufeinander abgestimmt entwickelt werden. Genau dies ist der Krautzberger GmbH, der Worlée-Chemie GmbH und der Caparol Industrial Solutions GmbH gelungen. Ihrer gemeinsamen Bewerbung mit dem Titel „Spritzanlage PK 20S/ PK 40D – eine Spritzanlage zum Versprühen von spritzbaren Wärmedämmstoffen“ verlieh die Jury die "OBERFLÄCHE 2012" in Bronze.

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