23.07.2012 08:00

RFID

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Gedruckte Elektronik etabliert sich zunehmend als leichtere und flexiblere, energie- und kostengünstigere Alternative zur klassischen Siliziumtechnik.

RFID Chip
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Funketiketten zum Kleben: Gehört den gedruckten Brüdern die Zukunft?

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RFID (Radio-frequency identification)-Mikrochips sind nicht größer als ein Reiskorn.

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RFID-Chip.

 

Sie sind gekommen, um zu bleiben: Die Printed-Electronics-Branchengrößen haben ihre weltweit größte und wichtigste Messe – die LOPE-C – heuer erstmals in München ausgerichtet, auf 40 Prozent mehr Fläche als im Vorjahr. Hinter der "Large-area, Organic and Printed Electronics Convention“ steht das nicht minder kryptische Kürzel OE-A, und zwar für "Organic and Printed Electronics Association“, einen 2004 gegründeten internationalen Industrieverband, dem auch die wichtigsten Forschungseinrichtungen angehören.

Die OE-A teilt die Technologien der gedruckten Elektronik in fünf Gruppen: Beleuchtung, Elektronische Komponenten, Organische Photovoltaik, Displays und Intelligente Systeme. All diese Elemente können auch in Kombination eingesetzt werden. Entsprechend vielfältig waren die Produkte und Projekte, die von über 100 Ausstellern aus 17 Ländern präsentiert wurden. Neben großen Forschungseinrichtungen wie Fraunhofer, Acreo AB und Holst Centre waren auch die weltweit führenden Anbieter vertreten.

Nicht (bloß) von Pappe.

Der Printed-RFID-Pionier PolyIC in Fürth präsentierte neben organischen Folien für Touchscreens und Solarzellen vor allem intelligente Verpackungen für Massenprodukte, die dank multifunktionaler Aufdrucke nicht (bloß) von Pappe sind: Temperatur-unduchtesensoren lassen sich ebenso integrieren wieTouchscreen-Displays, einschließlich deren Stromversorgung. Sie dokumentieren zum Beispiel den Frischegrad oder die Echtheit eines Produkts und stehen via Funk in Kontakt zur Warenlogistik. Die dazu dienenden gedruckten RFIDs werden unter der Marke PolyID vertrieben. Die norwegische Firma Thin Film Electronics zeigte ihre von der Rolle druckbaren, adressierbaren Datenspeicher, die mit elektrochromem Display, Temperatursensor und ultraflacher, gedruckter Batterie zum Smart Label erweiterbar sind.

Thin Film und PolyIC forschen mit dem Spezialchemie-Unternehmen Evonik und dem internationalen Forschungsinstitut IMEC im EU-Projekt "ORICLA“ an leistungsfähigeren gedruckten Funketiketten für Massenanwendungen. Vor kurzem gelang es ihnen, den weltweit ersten RFID-Schaltkreis in Niedertemperatur-Dünnfilmtechnologie herzustellen, der Reader-talks-first Kommunikation ermöglicht. Damit kann nun auch für gedruckte RFID-Tags ein Antikollisionssystem aufgebaut werden – was bedeutet, dass mehrere Tags gleichzeitig mit dem Reader kommunizieren können:Wenn der RFID-Reader ein Funketikett aktiviert, überträgt er Zeit-und Identifikationsdaten. Das Etikett legt dann anhand dieser Daten fest, wann sein Code übertragen werden soll.

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