19.04.2012 13:46

Siemens & CSM

Schienen werden widerstandsfähiger

Siemens und Centro Sviluppo Materiali (CSM) haben eine Entwicklungszusammenarbeit vereinbart mit dem Ziel Eisenbahnschienen deutlich widerstandsfähiger zu machen.

Simulation Finite-Elemente-Methode
© Siemens

Simulation mechanischer Belastung eines Schienensegments mit der Finite-Elemente-Methode.

Hochgeschwindigkeitszug
© Siemens

Hochgeschwindigkeitszüge im Personenfernverkehr machen eine hohe Oberflächenqualität von Schienenköpfen erforderlich.

 

Siemens VAI Metals Technologies und das italienische Technologiezentrum CentroSviluppo Materiali (CSM) werden künftig gemeinsam Produktionsverfahren und Technologiepakete für das Walzen und Behandeln qualitativ hochwertiger Eisenbahnschienen entwickeln. Ziel ist es, die Belastbarkeit der Schienen insgesamt zuerhöhen und die Oberflächenqualität der Schienenköpfe zu verbessern.

Passgenaue Technologiepakete.

Das Kooperationsabkommen wurde Anfang April unterzeichnet und hat eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren. "Im Rahmen dieser Kooperation kombinieren wir das Know-how von Siemens als Komplettanbieter von Langproduktewalzwerken mit der langjährigen Erfahrung von CSM auf dem Gebiet der Materialforschung und Verfahrensentwicklung", sagte Andreas Flick, Chief Technology Officer bei Siemens VAI Metals Technologies. "Unser gemeinsames Ziel ist es, Walzwerkbetreibern passgenaue Technologiepakete zur Verfügung zu stellen, mit denen Schienen produziert werden können, die den Anforderungen des internationalen Bahnverkehrs auch in Zukunft gerecht werden.

Hochgeschwindigkeitszüge.

"Der Einsatz von Hochgeschwindigkeitszügen im Personenfernverkehr macht eine hohe Oberflächenqualität von Schienenköpfen erforderlich. Große Achslasten beim Gütertransportstellen ebenfalls wachsende Ansprüche an Gleisbett und Schienen: hier wirken auf einer Kontaktfläche von wenigen Quadratzentimetern Radlasten von oft mehr als zehn Tonnen. Benötigt werden daher Schienen, die hohe Druckspannungen tolerieren und eine große Verschleißfestigkeit aufweisen.

Neue Technologiepakete.

Die Kooperation von Siemens und CSM wird sich deshalb zunächst auf die Entwicklung eines Systems zur Härtung des Schienenkopfs konzentrieren. Ausgehend von den erforderlichen metallurgischen Eigenschaften des Schienenkopfs, sollen Technologiepakete für die Walz- und Behandlungslinien von Schienenwalzwerken entstehen, die sowohl für Neuanlagen als auch zur Integration in bestehende Walzwerke geeignet sind.

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