16.05.2012 13:15

TU Graz

Stoppelfreier Sommer

TU-Studierende machen Epilieren effektiver und garantieren somit einen "glatten" und stoppelfreien Start in den Sommer.

Effektiverer Epilierer von Studenten der TU Graz
© TU Graz/Lunghammer

"Glatt" in den Sommer: TU-Studierende widmen sich im product innovation project der gründlichen Epilation.

Epilierer
© TU Graz/Lunghammer

Epilieren wird nun effektiver.

 

Für einen "glatten" Start in den Sommer entfernen nicht nur Frauen, sondern zunehmend auch Männer ungewollte Körperbehaarung. Um die Enthaarung noch gründlicher zu machen, entwickelten zehn Studierende aus sechs Nationen im Rahmen des "product innovation project" der TU Graz eine erweiterte Anwendung für Epiliergeräte, die übrig gebliebene Haare erkennt und den Benutzer darauf aufmerksam macht. Diese Innovation wurde nun der Öffentlichkeit präsentiert.

Schmerzhaften Selbstversuche.

Schmerzhaften Selbstversuchen haben sich die zehn Studierenden für das "product innovation project“ unterzogen: "Um die Schwachstellen von Epiliergeräten zu erkennen, musste auch das eine oder andere Männerbein unter die surrenden Pinzetten“, berichtet Stefan Obermoser, Projektmanager des "Team Spectrum“ und Student an der TU Graz. Die Aufgabenstellung von Industriepartner Philips Consumer Lifestyle Klagenfurt war bewusst sehr diffus –die Problemfindung Teil der Challenge, ganz wie in der realen Arbeitswelt.

Wildwuchs ade.

Durch Selbstversuche und umfangreiche Kundenbefragungen war das Problem freigelegt: "Einzelne Haare bleiben übrig. Sie sind zwar nicht gut sichtbar, aber fühlbar und stören ein glattes Hautbild“, erklärt Obermoser. Die Lösung der internationalen Projektgruppe: Eine Spezialanwendung am Gerät, die den Kontrast zwischen behaarter und haarloser Haut mittels einer eigenen Software erkennt und den Benutzer durch Blinken, Vibrieren oder Piepsen auf den verbliebenen "Wildwuchs" aufmerksam macht.

100 Ideen, 10 Prototypen.

Über 100 Ideen für verbesserte Epilationsergebnisse haben die Studierenden aus Russland, Finnland, China, Slowenien, Italien und Österreich innerhalb eines Studienjahres hervorgebracht. Fünf davon werden derzeit auf Patentierbarkeit überprüft, zusätzlich wurden zehn Prototypen entwickelt. "Damit ist das 'product innovation project‘ heuer besonders erfolgreich verlaufen“, resümiert Lehrveranstaltungsleiter Georg Premm.

Besonders herausfordernd war auch die internationale Zusammenarbeit: "Was wir auf alle Fälle gelernt haben: Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg in der interkulturellen Teamarbeit. Zum Beispiel hat ein leises "OK" unseres chinesischen Kollegen nicht immer Zustimmung bedeutet, eine offene Gesprächsbasis hat uns in solchen Situationen sehr weitergeholfen“, schmunzelt Obermoser.

product innovation project.

Das Konzept für das "product innovation project" kommt aus Finnland und hat sich seit seiner Premiere 2007 auch an der TU Graz durchgesetzt. Studierende verschiedener Disziplinen und Universitäten in mehreren Ländern arbeiten gemeinsam an einer Aufgabe. Ziel ist es, im Team einen funktionierenden Prototypen zu bauen.

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